

Mit der Einführung von Elementen des Marchtaler Plans legte die Schule früh eine Grundlage und schuf damit die Voraussetzung für das, was nun in einer Feierstunde übergeben wurde: der fertige Unterrichtsplan für den vernetzten Unterricht, kurz NeWe, für die Jahrgangsstufen 5 und 6.
Kosak machte es am ersten Modul konkret: Es beginnt mit „meinem Zuhause" und endet beim Universum und den großen Fragen der Menschheit. Ein Bogen, den kein einzelnes Fach allein spannen könnte.
Mathias John, beim Schulwerk für Schulentwicklung zuständig, hat den Plan gemeinsam mit vier Lehrkräften des MWG über mehrere Jahre erarbeitet. Sein Beispiel macht das Konzept greifbar: Wenn man vom Phänomen Licht ausgeht, warum soll man beim Stundenwechsel aufhören? Warum den geografischen oder religiösen Blickwinkel auf dasselbe Thema erst Wochen später einbringen? Erfolg, so John, sei dann erreicht, wenn Schülerinnen und Schüler die Trennung der Fächer schlicht nicht mehr bemerken.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Lehrkräften, die dies möglich gemacht haben: Sabrina Simoneit (Geographie), Dr. Judith Schimana-Pfeifer (Biologie / Natur und Technik), Sandra Quarta (Geschichte) und Nicolas Vogg (kath. Religion), die zusammen mit Mathias John diesen Unterrichtsplan über mehrere Jahre hinweg erstellt haben. Schulleiterin Monica Bayer-Kulle dankte ihnen ausdrücklich und zitierte einen treffenden Vergleich: „Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom. Wenn man aufhört, treibt man ab." Gleiches gelte für Schulentwicklung. Ab dem kommenden Schuljahr geht das MWG in die nächste Runde als Leuchtturmschule für das AFRA-Konzept mit Ganztakt+.
In Form eines symbolischen Schlüssels wurde der Unterrichtsplan am Ende der Feierstunde offiziell übergeben – ein passendes Bild für ein Projekt, das noch viele Türen öffnen soll.