

Unter der Leitung von Dr. Ava Serjouie-Scholz wurde ein eigener Entwurf für eine Ausstellungs-Installation entwickelt, der anschließend im kunst- und werkpädagogischen Unterricht mit viel Fingerspitzengefühl umgesetzt wurde.
Über mehrere Wochen hinweg beteiligte sich die gesamte Schulgemeinschaft an der Entstehung des Kunstwerks: Studierende, Dozentinnen und Dozenten falteten und fädelten unermüdlich, bis schließlich eintausend Kraniche aus weißem Papier entstanden waren. Diese gemeinschaftliche Arbeit verlieh der Installation nicht nur eine beeindruckende Größe, sondern auch eine besondere symbolische Tiefe.
Die Kraniche stehen traditionell für Weltfrieden und Hoffnung. Die Installation greift dabei eine wahre Begebenheit aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg auf: Nach dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima erkrankte das Mädchen Sadako Sasaki an Leukämie. Sie erinnerte sich an eine japanische Legende, die besagt: „Falte 1000 Origami-Kraniche und ein Herzenswunsch wird dir erfüllt.“ Die Kraniche wurden für sie zu einem Symbol der Hoffnung – auf Heilung und auf Frieden.
Auch unsere Installation versteht sich in diesem Sinne als Hoffnungszeichen: für Gesundheit, Zusammenhalt und eine friedliche Zukunft. Die sanft schwebenden Papierkraniche laden die Betrachterinnen und Betrachter dazu ein, innezuhalten und den Blick nach oben zu richten – ein Moment der Ruhe und des Nachdenkens.
Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Farbe bekennen“, die sich diesmal der Farbe Weiß widmet. Weiß steht für Reinheit, Unschuld und Neuanfang – Eigenschaften, die in vielen Lebensbereichen sichtbar werden, sei es bei religiösen Festen, in der Medizin oder in symbolischen Handlungen. Die Ausstellung „Eine weiße Weste haben?“ greift diese vielfältigen Bedeutungen auf und macht sie für die Besucherinnen und Besucher erfahrbar.
Zur feierlichen Eröffnung am 16. April 2026 äußerte sich Schulleiterin Gabriele Wunderle beeindruckt: Es sei eine berührende Vernissage gewesen, bei der die über Wochen gewachsene Gemeinschaftsarbeit besonders zur Geltung kam. Die sich sanft bewegenden Kraniche hätten staunende und bewundernde Blicke auf sich gezogen und eine spürbare Atmosphäre von Frieden vermittelt.
Besuchen Sie die Vernissage noch vom 16.04.26 bis zum 18.06.26!




