

Maria-Ward-Gymnasium Augsburg gewinnt 1. Preis beim bundesweiten Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten"!
Die Auszeichnung wurde am 15. Juni 2026 im Bundesministerium der Finanzen in Berlin übergeben und ist mit 3.000 Euro dotiert.
Ihr Projekt „Zwei Städte – ein Herz" widmet sich einer Geschichte, die im eigenen Schularchiv schlummerte: Von 1992 bis 2014 pflegte das Maria-Ward-Gymnasium einen Schüleraustausch mit Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern. Die Jugendlichen wollten wissen, was das damals für die Beteiligten bedeutet hat und welche Spuren diese Begegnungen hinterlassen haben.
Den Ausgangspunkt bot eine Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung. Daraufhin forschten die Schülerinnen und Schüler im Schularchiv und suchten das Gespräch mit Zeitzeugen, die selbst am Austausch teilgenommen hatten. Im entstandenen Film verbinden sich Interviewpassagen mit historischen Hintergrundinformationen zu einem Dokument persönlicher Erinnerung und gesellschaftlicher Geschichte.
„Wir dachten erst, dass wir dritter werden – und als wir unseren Projektnamen nicht unter den dritten und zweiten Plätzen fanden, konnten wir es irgendwie nicht recht glauben", erinnert sich Anna Grießer. „Begegnungen im Schüleraustausch ersetzen Vorurteile durch persönliche Erfahrungen. Gerade heute zeigt sich, wie dringend solche Begegnungen in Deutschland wieder gebraucht werden", betont Geschichtslehrerin Joanna Linse, die das Projekt gemeinsam mit ihrer Kollegin Eva-Maria Noppen-Eckart begleitet hat.
Unter dem Motto „Neue Begegnungen" waren Jugendliche eingeladen, Verbindungen zwischen Ost und West zu erkunden. 307 Beiträge wurden eingereicht und 36 Projektgruppen aus ganz Deutschland ausgezeichnet.
Der Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten" lädt seit 2019 junge Menschen ein, die Geschichte der deutschen Einheit selbst zu erforschen. Dass dabei ein Film entstehen kann, der bewegt, hat die Maria-Ward-Projektgruppe eindrucksvoll bewiesen.
Bildnachweis: „Jugendwettbewerb Umbruchszeiten“


